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- Nicht gewerblich - überparteilich - unabhängig - Portal-Gesamtübersicht: www.info-sd.de - siehe zur Wirtschaft auch www.ethische-ökonomie.de + www.nachhaltige-volkswirtschaft.de Das Finanzkrisen-Lexikon erläutert die oft neuen Begriffe zur Finanzkrise. Finanzkrisendaten 1 reicht vom Juni 2007 bis zum 31. August 2009. Finanzkrisendaten 2 beginnt am 1. September 2009. Finanzkrisen-Lexikon (Fi 1) Vorweg: Informationen zur Orientierung: Vom INFO-Service! Ursache des Gesamtangebotes www.info-sd.de ist ein früheres Zitat im NDR - und zwar: "Nicht die Fülle der Informationen drohe den Menschen zu überfordern, sondern die Orientierungslosigkeit", zitierte Peter Zaun (NDR 4- 20. 1. 99) Joachim Treusch, den ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Diese Portale versuchen nun Orientierung durch Informationen im Zusammenhang zu ermöglichen. . Es grüßt herzlich der Hauptautor Hans-Jürgen Kiene. Sodann: Ein Gedicht zu den Finanzkrisen: "Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerverkauf. Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie garnicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos!" Das Gedicht zur Finanzkrise von Richard Kerschhofer, zitiert in DER SPIEGEL 2/2012 Ähnliche Weisheiten finden sich als handgeschriebene Weisheiten in den Büchern "Geschriebene Weisheiten I, Geschriebene Weisheiten II und Geschriebene Weisheiten III" siehe www.dialog-verlag.info . --------------------------------------------------------- Kauft die marktwirtschaftliche Diktatur die Demokratie? Wirtschaftskrisen gab es schon immer. Nur seit 1929 keine globale wie die 2009er Finanz- und Wirtschaftskrise, die in eine $ + € - Schuldenkrise überging. Immer wieder versuchen Menschen auf Kosten anderer reich zu werden, mit dem Geld anderer zu spekulieren - oder sie verspekulieren sich selbst mit ihrem eigenen Geld, weil sie die Entwicklung und Zukunft falsch einschätzen. Ob Privat- oder Geschäftsimmobilien, ob Schiffe oder PKW - oder sogar Urlaubsparadiese in der Wüste, die wegen zukünftiger Ressourcenknappheit kaum jemand brauchen wird, die Fehlplanungen sind grenzenlos - genau wie bei den Staatsausgaben. Die jetzige Finanz- und Schuldenkrise entwickelte sich auch aus vielen völlig neuen Ursachen (siehe auch www.nachhaltige-ökonomie.de ). Sie wird ohne nachhaltige Änderung bisheriger Gewohnheiten nicht so bald - oder überhaupt nicht - zu Ende gehen. Ökologie, Soziales und Ökonomie müssen (zusammen mit ethischem Verhalten) in eine Balancé gebracht werden. Und dabei gehören zu dem Sozialen und der Ökonomie auch, dass nicht mehr ausgegeben als eingenommen wird. Ob in der Bibel oder bei Keynes, immer setzen auch erhöhte Ausgaben, um Wirtschaftflauten oder Hunger zu bekämpfen, die schnelle Rückkehr zu ausgeglichenen Verhältnissen voraus. Grundsätzlich sind im Privat- und Geschäftsbereich Betrug strafbar. Im Staatsbereich ist dies oft anders und kann dann, wie beispielsweise bei Griechenland, selbst weitgehend im Privat- und Geschäftsbereich bei der Jagd nach EU oder anderen Staatsmitteln - der Einsparung von Steuern oder der bei Bestechung - nicht mehr strafbar sein - deshalb nicht, weil es fast alle machen. Obwohl Sozial-, Wahlgeschenke und einfach das Nicht-Rechnen-Können in fast allen Demokratien üblich geworden sind und meistens als sozial propagiert werden, gibt es mit Sicherheit nichts unsozialeres, als Schulden zu Lasten kommender Generationen zu machen - wie es selbst in Deutschland üblich geworden ist. Dazu lautete die Meldung des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de) ausWiesbaden Ende September 2011: Zum Jahresende 2010 hatten in Deutschland Bund, Länder und Gemeinden incl. Sozialversicherung 2,035 Billionen € am Kreditmarkt aufgenommen. Ein Jahr zuvor waren erst 1,8 Billionen. Für jeden Bundebürger, einschließlich aller, die nicht arbeiten, wären das rechnerisch 24904 €, wovon 16048 auf den Bund, 7339 auf die Länder und 1628 € auf die Gemeinden entfielen. Ein anderes Land hat diese Belastung nicht, nämlich China. Die chinesische Diktatur brauchte, nach der Sozialismus- und Mao-Insolvenz, auf Wähler keine Rücksicht zu nehmen und konnte vor allem darum durch Billiglöhne ohne Sozialstaat viel Geld sparen und Billigwaren exportieren. Diese Guthaben werden jetzt und zukünftig eingesetzt, um die übrige Welt und deren Öl, Gas und Know-how billig aufzukaufen. Als Beispiel lautet der FOCUS-Titel vom 1. Oktober 2011: "China kauft Deutschland". Die Direktinvestitionen aus China stiegen nach einer gezeigten Grafik von 2003 mit unter 200 Millionen bis 2009 auf 629 Millionen EURO. Sparen wäre also überlebensnotwendig und wird auch angestrebt. In den USA ist weiterhin das Gegenteil der Fall. DER SPIEGEL-Kommentar (v. 1. 10. 2011) vergleicht die amerikanische Geldausgabenvermehrung mit dem Fehler des Dorfrichters Adam in Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug", der den Schuldigen immer an falscher Stelle suchte, als Kommentar und Kritik an der dort immer wieder geübten Ausgabenpolitik. Darum kann China nicht nur Europa, sondern vor allem auch die USA, wahrscheinlich später einmal aufkaufen. Schon jetzt kommen die US-Anleihen in großer Höhe bereits aus China. Die Diktatur kauft die Demokratie. Der Sozialismus ist kein erneuter Ausweg, wie Nordkorea und Kuba als Beispiel zeigen. Das Finanzkrisen-Lexikon Das Finanzkrisen-Lexikon versucht einen kleinen Beitrag zum Durchblick beizusteuern. Weil jeder Fall anders liegt, ohne Haftung für eventuell aus dem Lexikon resultierende Handlungen, die immer wohl überlegt sein sollten, wie die Finanzkrise gezeigt hat. Was ist (von A - Z)? Abschreibungen: Die Wertminderungen des Anlagevermögens müssen in den Bilanzen abgeschrieben werden. Dies war in den USA bei den US-Investments für Hypotheken der Fall, die nicht mehr bedient werden konnten. Ein Auslöser der Krise. Ähnliches passiert, wenn Hypothekenzinsen in Dubai, Spanien oder Deutschland wegen Leerstands oder fehlendem Verkauf nicht bedient werden können. ABS (Assed Backed Securities) sind Schuldverschreibungen aus Forderungen, auch aus Ratenkrediten, wie Immobilien-(MBS), Auto- oder Konsumentenkredite. In den USA wurden vor allem die Hypothekenkredite von Kreditnehmern geringer Bonität als Backed Securities, die in Wirklichkeit unsicher waren, an Anleger und Banken in aller Welt verkauft, die, wegen der höheren Zinsen und oft eigenen Unwissens, in großen Mengen kauften. Aktien sind Wertpapiere über Vermögensrechte, die ohne die Urkunde weder gelten noch auf andere übertragen werden können und meistens an der Börse gehandelt werden. Dort ergibt sich auch der Aktienwert durch Angebot und Nachfrage. Beim Inhaberpapier ist nur der Schuldner (z. B. die Firma) namentlich genannt. Dies überwiegt im Wertpapierhandel (z. B. Inhaberaktien, -schuldverschreibungen). Aktienfonds siehe Investmentfonds. Aktienindex: Siehe Dax. Anlegerschutz:Der Bundestag verabschiedete in seiner Sitzung am 3. Juli 09 einen Gesetzentwurf für stärkeren Anlegerschutz, der dann allerdings noch durch den Bundesrat musste, wo Bayern noch mehr Verbraucherrechte forderte. Darum nachfolgend die zuerst beschlossene Mindestforderung: Ein auch für den Verkäufer verpflichtendes Beratungsprotokoll muss erstellt werden. Die Verjährungspflichten für Ansprüche auf Schadensersatz verlängern sich. Anleihen: Von Staaten, Banken und (selten) Unternehmen ausgegebene Papiere mit festem Zinssatz (z. B. Bundesanleihen). Z. Zt. werden damit - besonders in Italien, Griechenland etc., die Zinsen für die vorhandenen Schulden geliehen. Arbitrage nutzt (mit dem PC überprüft) die Wechselkursänderungen auf den Devisenmärkten aus. Stellt er z. B.fest, dass der EURO in New York niedriger als in Tokio gehandelt wird, kauft er in New York und verkauft gleichzeitig in Tokio. Eine Finanztransaktionssteuer würde das risikolose Geschäft unrentabel machen - andererseits aber auch den Börsenplatz ohne diese Steuer begünstigen. Bad Bank(s): Am 13. 5. 09 beschloss das Bundeskabinett ein Konzept zur Einrichtung sogenannter Bad Banks. Der Gesetzentwurf sieht die Errichtung von Sammelstellen oder Bad Banks vor, die den Geschäftsbanken die Möglichkeit eröffnet, "faule" Wertpapiere mit Kauf von vor dem 31. 12. 08 zunächst auf Zeit einzulagern. - Die Banken können dazu Zweckgesellschaften, sogenannte Beibote, gründen, in die sie ihre "toxischen" Wertpapiere von Schrottanlagen, die z. Zt. fast wertlos sind und deshalb nicht gehandelt werden, auslagern können. Der Buchwert wird mit Abschlag von normalerweise 10% in die Bilanz der Bank übertragen. Sollte durch diese 10 % Abschlag die Kernkapitalquote der Bank 7 % unterschreiten, fällt der Abschlag geringer aus. Im nächsten Schritt ermitteln Sachverständige den aktuellen Zeitwert der Papiere, den die Bankenaufsicht (BaFin) bestätigen muss. Mit dem Bankenrettungsfonds SoFFin wird dann noch ein Risikoabschlag vereinbart. Das Gesamtergebnis ist dann der Fundamentalwert. Für die "faulen" Wertpapiere gibt die Zweckgesellschaft der Bank nun nicht bargeld, sondern Schuldverschreibungen mit dem Abschlag, also zu 90 % des Buchwertes. Der SoFFin garantiert für diese Anleihe. In der Bank-Bilanz werden dadurch die vorher schlechten Papiere durch jetzt wertstabile Schuldtitel ausgetauscht. Dadurch kann bislang zur Risikoabsicherung gebundenes Kapital auch zur Ausgabe von Krediten für die Wirtschaft verwandt werden. Für die Garantie der SoFFin (des Staates) zahlt die Bank eine Gebühr nach Marktkonditionen, die auch ganz oder teilweise durch Ausgabe von Aktien an die SoFFin entrichtet werden kann. Die Übernahme der Garantie durch SoFFin setzt ein tragfähiges Geschäftsmodell der antragstellenden Bank voraus, die dazu bis 6 Monate Zeit hat. Für die Differenz zwischen dem buchwert minus 10 % und dem Fundamentalwert haften die Aktionäre der Bank. In der Laufzeit der Garantie von maximal 20 Jahren werden aus der Dividende ein jährlicher gleicher Betrag an die Zweckgesellschaft entrichtet. Wird einmal keine Dividende ausgeschüttet, erhöht sich der Betrag später entsprechend. Macht die Zweckgesellschaft am Schluss der Laufzeit der Papiere einen Gewinn aus einem Verkauf der Papiere, fließt dieser an die Aktionäre der Bank. Bei einem Verlust, weil der Ausgleichsbetrag nicht ausreicht, müssen die Aktionäre aus der Bankdividende nachhaften. Der Verlust kann auch durch Ausgabe von Bank-Aktien an SoFFin ausgeglichen werden - BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) www.bafin.de Sie ist eine sellbständige Anstalt öffentlichen Rechts und unterliegt der Aufsicht des Bundesministeriums der Finanzen (Übersicht siehe www.deutschland-übersicht.de). Informationen zur deutschen Umsetzung von Basel II sind hier über eine Webseite erhältlich. Die Banken- und Versicherungsaufsicht sitzt Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn, - Pf. 1253, 53002 Bonn, Tel. 0228/4108-0, Fax - 1550. Die Wertpapieraufsicht und das Asset-Management sitzt Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt, - Pf. 50 101 54, 60391 Frankfurt, Tel. 0228/4108 - Fax - 123. Bei der jeweiligen Aufsicht sollten auch Beschwerden über z. B. Banken oder Versicherungen vorgetragen werden. Dies geht auch per Internet über die Website. Vor Geschäftsaufnahme müssen Banken, Finanzdienstleister und Versicherungsbanken eine Erlaubnis der BaFin besitzen. Siehe auch SolvV und Basel II.Bankaufsichtliche Offenlegung (Supervisory Disclosure) ist nach Artikel 144 der Bankenrichtlinie vorgeschrieben (Homepage über www.bafin.de ).
Bail out heißt in den USA die Geldzufuhr für ein nicht mehr zahlungsfähiges Unternehmens durch den Staat oder ein interessiertes Konsortium. Dafür erhält der Geldgeber die Kontrolle über das Unternehmen. Die Verstaatlichung der US-Versicherung American International Group (AIG) durch die US-Regierung ist ein Beispiel, ähnlich lief es bei den Hypothekenkreditfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac. Wenn sich die Wirtschaftslage gebessert hat, kann der Staat seine Anteile u. U. sogar mit Gewinn verkaufen. Bankenabgabe: Dies ist eine Sonderabgabe der Finanzbranche, damit der Steuerzahler nicht wieder allein für eine Bankenkrise aufkommen muss. Die Höhe wird 2010 mit rund 1,2 Mrd. € jährlich angegeben. Der Betrag soll sich nach Größe und Risiko des Unternehmens richten. Bankenaufsicht: Ein Ende März 2010 vom Bundeskabinett beschlossenes Eckpunktepapier soll die Möglichkeit eröffnen, bei sich anbahnender Insolvenz eher einzugreifen. Allgemein sollen Kreditinstitute und Finanzdienstleister besser beaufsichtigt werden. Bankkredite sind als traditionelle Finanzierungsform für kleine und mittelständische Unternehmen besonders dann geeignet, wenn Förderkredite (KfW) genutzt werden können. Liquidität und Sicherheit müssen ausreichend dokumentiert werden. Die KfW hilft mit Rat bei den Grundlagen zur Einstufung nach Basel II. Bei schlechter Bonität erhöhen sich die Sicherheitsmargen der Bank. Anfrage bei www.kfw-mittelstandsbank.de und der Hausbank. Basel I, II und III: Auf internationaler Ebene in Basel beschlossene Regeln für die Kreditvergabe durch Banken und Sparkassen, gebunden an eine ausreichende Eigenkapitalquote. Basel I umfasst die Beschlüsse von 1988, Basel II von 2004 verlangte dann, dass sich die Höhe des vorzuhaltenden Eigenkapitals je verliehenen Geldes nach der Bonität bzw. dem Rating des Kreditnehmers richten soll. Basel III wurde Ende 2010 beschlossen und soll ab 2013 stufenweise in Kraft treten. Basel III verlangt nun von den Banken mit einer Erhöhung um rund 30 % erheblich mehr Eigenkapital. Die neuen Regeln werden stufenweise über 6 Jahre eingeführt. Dr. Michael Kramer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken schrieb dazu (in IHK Schleswig-Holstein 04/2012): ..."Gleichwohl sind Anpassungen der Unternehmensfinanzierung wahrscheinlich und notwendig: Langfristige Kredite werden aufgrund der Liquiditätsvorschriften teurer... - Um den höheren regulatorischen Abforderungen zu begegnen und die Kreditkosten konstant zu halten, könnten Kreditinstitute vermehrt Sicherheiten oder eine höhere Eigenkapitalquote vom Kunden verlangen. - Kreditlinien könnten künftig stärker an den tatsächlichen Bedarf des Kunden angepasst oder die Entgelte für nichtgezogene Linien erhöht werden. - Aufgrund der Verschuldungsobergrenze ist eine Beschränkung von volumenstarkem, aber risikoarmem Geschäft denkbar; das betrifft insbesondere die kurzfristige Handelsfinanzierung, hermesgedeckte Exportkredite sowie mit Immobilien besicherte Finanzierungen." Basel II und Rating überschreibt die kfw-Mittelstandsbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ihre Hilfsinformation für Kreditsuchende. Siehe www.kfw-mittelstandsbank.de . Bazooka: Eigentlich Panzerabwehrwaffe, jedoch bei der EURO-Rettung die Bezeichnung für die Maßlosigkeit im Vokabular: Erst verlangte die Euro-Rettung ein Paket, dann einen Schirm und zuletzt die "Bazooka". Bilanz: Kontenmäßige Gegenüberstellung der Aktiva (Vermögenswerte): Ausstehende Einlagen, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzverlust. - Und Passiva (Kapital): Grundkapital, Offene Rücklagen, Wertberichtigungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten (z. B. gegenüber Kreditinstituten und Lieferanten) Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzgewinn. Die ergänzende Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) schlüsselt die Grundlagen der Bilanz auf: In die: Gesamtleistung (wie Umsatzerlöse) - Aufwendungen = Rohertrag oder -aufwand. Sodann werden die Erträge nach Herkunft aufgegliedert, sodann die Aufwendungen. Daraus ergibt sich dann der Jahresüberschuss oder -fehlbetrag und zuletzt nach evtl. weiteren Abzügen der Bilanzgewinn/-verlust. Die Bilanz und GuV ergeben zusammen den Jahresabschluss. § 238 HGB verpflichtet jeden Kaufmann gem. § 239 HGB zur Ordnungsgemäßen Buchführung und § 240 zur jährlichen Inventur. Für Kapitalgesellschaften (AktG, GmbH etc.) gilt die EU-Verordnung zu den Bilanzrichtlinien. Für sie gelten auch §§ 264 bis § 335 HGB). Siehe auch www.deutschland-übersicht.de: Selbsständigkeit. Billion = 1 Billion = 1.000.000.000.000,- (deutsch, französich: 12 Nullen = - z. B. €) = 1.000,- Mrd. €. (enlisch, amerikanisch = 1 trllion). Umrechnung > Devisen. billion = 1.000.000.000,- (englisch, amerikanisch: 9 Nullen = - z. B. $ ) - also = 1,0 Mrd. $ (Dollar) = 1.000,- Millionen §. Umrechnung >Devisen. ...run into billions of dollars deficit ...etc. - or: the billion-dollar-deficit. BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist die zu Marktpreisen bewertete Produktion innerhalb eines Gebietes, wie z. B. Deutschlands oder einzelner Bundesländer. Es ist für jeden beim Statistischen Bundesamt unter www.destatis.de bei den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen abrufbar. Es ist aufgeteilt in Entstehung, Verwendung und Verteilung. Unter www.nachhaltige-volkswirtschaft.de werden Vorschläge zur Änderung in Richtung Nachhaltigkeit gemacht. In Deutschland wäre ein BIP-Rückgang oder Umbau, auch aus Umweltgründen, überlebensnotwendig, wären da nicht die vielen Wahlversprechungsschulden. Siehe dazu auch Finanzkrisendaten und Finanzkrisen-Lexikon (Schulden). Ein laufender Neubau von beispielsweise Großbauten - oder Großschiffen mit Flussvertiefungen - oder Großflugzeugen - oder Autowerken (bzw. deren Konkursverhinderung) - oder Kaufhäusern, die keiner aus Ökologie-, Bevölkerungsrückgangsgründen oder Interneteinkaufs mehr benötigt, vergrößert langfristig nur die Krise. Ohne Umdenken ist eine nachhaltige Ökonomie nicht möglich. Und ohne nachhaltige Ökonomie ist auch keine weiterhin gute Zukunft für uns und die "Krisenkinder" (DER SPIEGEL Nr. 25/09) möglich. Ohne Umdenken und Neues Handeln, ethisch und nachhaltig, bleibt diese Wirtschaftskrise bestehen. Bonds: Anderer Ausdruck für >Anleihen. - Bürgschaft ist die einseitige Verpflichtung des Bürgen, bei Zahlungsunfähigkeit (oder überhaupt) für die Verbindlichkeiten (Schulden) des verbürgten Schuldners aufzukommen. Staatliche Bürgschaften in Milliardenhöhe soll(t)en das Bankensystem retten.
- Cayman Islands: Britische Inselgruppe in der Karibik mit Steuerfreiheit und fehlender Aufsicht. Dadurch fünftgrößter Handelsplatz der Welt mit 40 % der >Hedgefonds. >Schattenbanken und auch alle großen deutschen banken haben dort Niederlassungen. Eine >Finanztransaktionssteuer würde möglicherweise zu weiterer Abwicklung dort führen.
- CDOs (Collateralized Dept Obligations) sind Finanzinstrumente, die zur Gruppe der ABS strukturierten Kreditprodukte gehören. Eine CDO besteht aus einem Portfolio, einem Paket festverzinslicher Wertpapiere. Die Banken bündelten die Immobiliendarlehn zu CDOs, deren Risiken Käufer nur schwer einschätzen konnten. Dies ging dann besonders deutschen Staatsbanken und HRE so.
- CDS (Credit Default Swaps) sind Versicherungen, die Gläubiger für eine Gebühr (z. B. bei AIG) gegen einen Kreditausfall abschließen können. Die Versicherungsbank (od. auch Hedgefonds) verpflichtet sich zum Ersatz bei Kreditausfall. Z. B. erhielt die Deutsche Bank deshalb eine erhebliche Summe von der staatlich gestützten US-AIG – und schloss dann wieder mit Gewinn ab. Diese Swaps können für Anleihen, Bankkredite und Hypotheken abgeschlossen werden. Sie unterlagen bis zur Finanzkrise 2009 in den USA kaum einer Regulierung. Die Versicherungen konnten auch dann gekauft werden, wenn überhaupt kein Kredit gegeben wurde. Darum ist der Wert der Swaps mit geschätzten 60 Billionen $ weltweit auch erheblich höher als die wirkliche Kreditsumme.
- CEBS ist ein Ausschuss der Europäischen Bankenaufsicht, der z. B. Basel II erarbeitet hat.
- Credit-Squeeze war und ist die Kreditverknappung durch den Staat, auch z. B. durch Zinserhöhung, um eine überhitzte Konjunktur einzudämmen. In der Finanzkrise ist hiermit auch gemeint, dass die Banken weniger bereitwillig Kredite vergeben – auch Credit-Crunch. Die Endstufe wäre eine Kreditklemme, wenn die Banken keine Kredite mehr geben können oder wollen.
- Conduits - siehe bei SIV.
- DAX (Aktienindex): Der Auswahlindex DAX ist eine Kennziffer (1994 =100), die seit 1. 7. 88 als wichtigster deutscher Aktienindex über den Stand der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse informiert. Er ist eine eingetragene Marke der Deutschen Börse AG.
- Depotgeschäft: Hierbei verwahrt (Dopot) und verwaltet die Bank für Dritte die Wertpapiere.
- Deregulierung wurde Mitte der achtziger Jahre in den USA von Ronald Reagan und in Großbritannien von Margaret Thatcher, von Milton Friedmann vorgedacht, durch Entzug der staatlichen Aufsicht und Steuersenkung für Finanzgeschäfte eingeleitet. Dies nannte sich neoliberal und sollte Wirtschaftswachstum bringen.
Derivate (Kreditderivate- auch Zertifikate) sind von Basiswerten bei z. B. Rohstoffpreis-, Getreidepreis-, Devisen- oder Aktienkursen abgeleitete, handelbare Papiere. Es gibt über 360 000 verschiedene Produkte. Dazu gehören auch Optionen, Swaps, Warentermingeschäfte oder Aktienkurse mit Wetten auf die zukünftige Entwicklung. Beispielsweise könnte ein OPEC-Mitglied bei dieser so genannten Finanzinnovation das Geschäft mit einer zukünftigen Ölpreiserhöhung dadurch machen, dass er die Fördermengen drosselt. Oder China weiß vorher, dass es allen Stahl oder alles Holz aufkaufen wird und verdient an der schon vorher prognostizierten Preiserhöhung (China kauft bereits Wald in Deutschland – siehe www.deutschland-übersicht.de ). Die Derivate haben Ähnlichkeit mit einer Anleihe auf den Kredit und werden meistens zwischen Banken, Versicherungen, Hedgefonds oder Pensionskassen gehandelt. Die wichtigste Variante ist die CDS, eine weitere Variante ist die ABS. Nach Angabe der „International Swaps and Derivates Association“ (ISDA) betrug der Nominalwert ausstehender CDS Ende 2007 bereits ca. 45 Billionen €. Ein weltbekannter Zertifikate-Emittent war Lehman Brothers. Rund 50 000 Anleger verloren allein in Deutschland durch den Zusammenbruch dieser Investmentbank ihr Geld. Der Derivate Verband hat eine Art Leitfaden, genannt Derivate-Liga aufgestellt. Defensiv- und Offensivposten sollen darin den evtl. Anlegern Chancen und Risiken der Derivate aufzeigen. Morgan Stanley brachte jetzt mit besicherten Zertifikaten eine Produktlinie heraus, die das Risiko einer Pleite des Herausgebers (Emittenten) für den Anleger auszuschalten. Die Sicherheiten werden dabei laufend angepasst. Auch andere Anbieter haben einen Teil ihrer Papiere mit einem Ausfallschutz versehen. Dazu gehören die Deutsche Bank Tochter GWS Go soie die Commerzbank und die WestLB. Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken verkauft auch mit zusätzlichem Pleiteschutz Zertifikate, die von der DZ Bank und der WGZ-Bank herausgegeben wurden. Doch immer ist Vorsicht geboten: Es werden auch Zertifikate ohne Anlegerschutz von oft den gleichen Banken verkauft (Z. T. stp in HA 27. 6. 09 in HA Devisen: Zahlungsmittel in fremder Währung. Auf dem Devisenmarkt, dem größten der Finanzmärkte, werden täglich rund 4 Billionen, im Jahr über 1.000 Billionen Dollar, umgesetzt - davon über 60 % >Devisenderivate aus Wetten auf zukünftige Entwicklungen von Währungen. 5 Großbanken teilen sich davon die Hälfte des Umsatzes, mit an der Spitze die >Deutsche Bank. In der Presse sind meistens einmal die Kurse der Reisedevisen in € zu lesen: z. B. USA 1 US $: 0,77 Ankauf - 0,85 Verkauf. Sodann zeigt ein Diagramm den € Kurs im Vergleich zu 1 US $ an. Pro US-Dollar z. B. 1,3 €, dann 1 € = 1/1,3 = 0,77 $, oder z. B. 1 Mio € = 770.000,-$. Dies wäre dann der >Wechselkurs. Der Umtausch der Banken € in andere Währungen richtet sich (mit Abschlag) nach der EZB-Vorgabe für den >Wechselkurs. Beim Umtauch von € in Fremdwährungen gilt alsi die Angabe der EZB (engl.) der EUROPEAN CENTRAL BANK (ECB) in Frankfurt am Main. Siehe auch >Devisen: Euro foreign exchange reference rates. http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/index.en.html Deutsche Bank: Sie ist (lt. DER SPIEGEL 2/2012) mit über 2,2 Billionen € Bilanzsumme " die größte unter den als "Systemically Important Financial Instituitions" (Sifis) eingeschätzten Banken. Sie ist in über 70 Ländern aktiv, keine andere Bank ist auf so vielen Märkten dominierend.... Der Untersuchungsausschus des US-Senats bezeichnete in seinem Abschlussbericht die Deutsche Bank (vielleicht, weil sie keine US-Bank ist), neben den >Rating-Agenturen und US-Banken, wie Goldmann Sachs, als mitverantwortlich für das Ausmaß der Finanzkrise." EUROPEAN CENTRAL BANK (ECB) = >EZB in Frankfurt am Main. Vor allem auch für die >Wechselkurse wichtig. - EFSF: "Europäische Finanzstabilisierungsfazilität" (Lt. tagesschau.de v. 28. 9. 11). Dieser Rettungsschirm besteht seit Frühjahr 2010 und sollte zunächst Irland und Portugal mit günstigen Krediten versorgen, die dieser von den EU-EURO-Ländern verbürgte Fond für Irland und Portugal am Kapitalmarkt borgte. Das Geld wurde und wird nur ausgezahlt, wenn sich diese Länder verpflichten deutlich zu sparen. Im Juli 2010 beschlossen die €-Länder Staats- und Regierungschefs, die EFSF Anleihekapazität von 250 auf 440 Mrd. € für Krisenausfälle wie Italien oder Spanien aufzustocken. Hinzu kam das Problem Griechenland I und II (siehe dort). Dafür wurde beschlossen, den Kreditrahmen auf 780 Mrd. zu erhöhen. Deutschland müsste zunächst Bürgschaften in Höhe von 211 Mrd. € = 2/3 des Bundeshaushalts übernehmen. Dem wurde vom Bundestag durch CDU/FDP/SPD/Grüne am 29. 9. 2011 zugestimmt und am nächsten Tag vom Bundesrat gebilligt.
- Einlagensicherung gibt es einmal über den Einlagensicherungsfond der Banken und Sparkassen für Spargeldanlagen, Giro- und Festgelder, jedoch nicht für andere Anlagen. Sodann durch eine Garantie der Bundesregierung zur Finanzmarktstabilisioerung.
- ESM: "Europäischer Stabilitätsmechanismus" soll als dauerhafter Rettungsschirm spätestens Mitte 2013 den EFSF ablösen und dafür 500 Mrd. Kredithilfe zur Verfügung stellen können. Dafür sollen die €-Länder nicht mehr nur Bürgschaften beisteuern, sondern auch Kaital einzahlen. Auch private Gläubiger, wie Banken, sollen sich z. T. an den Hilfen beteiligen. Eine geordnete Insolvenz von Krisenstaaten soll dadurch ermöglicht werden.
- ETF sind börsengehandeltete Indexfonds (Exchange Traded Fonds) mit denen man auf die Hohe der Aktienindizes wetten kann. Bank I legt z. B. einen ETF im Aktienkorb auf. Bank II tauscht dies als Tauschpartner (Swap emittent) ein (max. 10 % dürfen eingetauscht werden) - und tauscht dies später bei steigendem Aktienkurs zum höheren Wert zurück.
- Europäische Zentralbank (EZB): Bank der €-Staaten, €-Aufseher und - Drucker mit Sitz in Frankfurt a. M.. Bei Gründung mit Weisung zum Kampf gegen Inflation. Seit Mai 2010 hatte die EZB jedoch bis Ende 2011 bereits für 211 Milliarden € Staatsanleihen hoch verschuldeter €-Staaten aufgekauft und damit quasi die Geldmenge erhöht und Geld gedruckt. - Die amerikanische Notenbank Fed hatte bis zur gleichen Zeit für 1,67 >Billionen Dollar Staatsanleihen übernommen. Leider brauchen die PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) im 1. Quartal 2012 für fällig werdende Staatsanleihen wieder bis 190 Milliarden €.
- Factoring: Hier verkauft das Unternehmen seine Forderungen an ein Factoringunternehmen und erhält dafür etwa 80 % des Forderungsbetrages. Das Factoring-Unternehmen berechnet dafür Gebühren und Zinsen.
- Finanzaktivitätssteuer: Sie wurde im April bereits vom IWF vorgeschlagen. Damit sollten Gewinne aus Finanzaktivitäten von Finanzunternehmen und Boni besteuert werden.
- Finanztransaktionssteuer soll eine Zusatz-Besteuerung aller Finanztransaktionen bewirken.
Finanzkrise 2009: Bei www.nachhaltige-ökonomie.de werden weitere Gründe der heutigen Wirtschafts- und Finanzkrise genannt, die mit Sicherheit nicht kurzfristig vorrüber sein wird. Unter "Das nachhaltige BIP?" spricht Prof. Kurt Biedenkopf von einem kommenden "Jahrhundert der Bescheidenheit". Und er spricht auch von dem Geld- oder Warenfluss in einer Richtung. - Finanzmarktstabilisierungsanstalt (FMSA) oder Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Hier kümmert man sich um Details und z. T. um die Durchführung des am 20. 10. 08 vom Bundeskabinett verabschiedeten 500 Mrd. Rettungspakets zur Finanzmarktstabilisierung. Die neue Behörde untersteht dem Bundesfinanzministerium und hat ihren Sitz in 60329 Frankfurt am Main, Taunusanlage 6 (bei der Bundesbank), Tel. 069/ 2388 3000, Fax 9566 509090. Von der Bundesbank kommt auch ein Teil der Mitarbeiter. Die Behörde entscheidet über die Mehrzahl der Fälle. Grundsatzfragen, oder wichtige Bedingungen für Stabilisierungsmaßnahmen, entscheidet zuvor jedoch ein Lenkungsausschuss. In ihm sitzen je 1 Vertreter des Bundeskanzleramtes, jedes Bundeslandes, der Ministerien für Finanzen, Justiz und Wirtschaft. Alle beraten durch die Bundesbank.
- Finanzmärkte: Siehe Märkte.
- Finanzmathematik: Für die rechnerische Behandlung langfristiger Kapitalvorgänge benutztes Teilgebiet der Mathematik. Wird u. a. herangezogen zur Berechnung für: Verzinsung von Eigenkapital, Tigungen für Raten und Anleihen, Verzinsung von Wertpapieren, Abschreibungen, Bewertungen von Anlagen und Unternehmen (letzteres siehe Rating-Agenturen). Änderungen wegen Marktänderungen werden dabei meistens vergessen (siehe auch Kriesenursachen unter www.nachhaltige-ökonomie.de ). Darum hatte auch die Theorie der Portfolio-Optimierung des Henry Markowitz in den 50er Jahren Erfolg: Wer sein Geld sichern will, muss es gut verteilen. Dies gilt, wenn auch etwas eingeschränkt, heute noch.
- Geldmarkt: Er dient normalerweise der kurzfristigen Kreditvergabe zwischen den Banken. In Krisenzeiten trauen die Banken einander nicht und parken das Geld lieber bei ihrer Zentralbank (wie EZB). Die EZB stellte den europäischen Banken (auch davon) noch im Dezember 2012 eine halbe Billion zinsgünstig zur Verfügung. Anfang 2012 lagen dort (lt. DER SPIEGEL 2/2012) 450 Mrd. € = 150 Mrd. mehr als 2008 beim US-Bank Lehman Crash.
- Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) siehe Bilanz.
- Griechenland I: Die No-Bailout-Klausel des Mastrich-Vertrages sah vor, dass kein europäisches Land für ein anderes die Schulden ünernehmen sollte. Darum kümmerte sich Griechenland vom Beginn des EU-Beitritts nicht. Darum: 1. Rettungspaket. Im Mai 2010 bekam Griechenland Kreditzusagen der €-Staaten und des IWF von 110 Mrd. €.
- Griechenland II: Im Juli 2011 einigten sich die €-Länder und der IWF auf ein 2. Hilfspaket von 109 Mrd. €. Private Gläubiger können sich auf freiwilligter Basis daran beteiligen. Das neue Programm sollte durch den EFSF (siehe dort) finanziert werden. Vorausstzung ist, dass die Finanzwirtschaft u. a. Anleihen von 135 Mrd. €, die bis 2020 fällig wären, verlängert.
- Hebel: Siehe Kredithebel.
- Hedgefonds schließen auch besonders risikoreiche Börsengeschäfte ein, um das Fondskapital zu vermehren. Mit Hedge-Fonds können sich Anleger "absichern" (engl. to hedge), indem sie auf positive oder negative Entwicklungen spekulieren.
- Heuschrecken: Siehe Private Equity.
- Immobilienfonds: Der geschlossene Immobilienfonds ist eine unternehmerische Beteiligung an einem (oder seltener mehreren) Immobilienobjekt mit allen Chancen und Risiken. Sind die dafür ausgegebenen Fondszertifikate verkauft, wird der Fonds "geschlossen. Solche Beteiligungen sind langfristig auf 10 oder 15 Jahre ausgelegt und meistens nicht unter 10.000 € zu erwerben. - Offene Immobilienfonds erwerben dagegen viele Immobilien. Die Fondsanteile sind bereits ab ca. 50 € erhältlich und können meistens jederzeit zum aktuellen Wert veräußert werden.
- Indexfonds: Siehe ETF
- Inflation ist der Anstieg des Preisniveaus. 2 % gelten als normal. Wenn das geld aber weniger Wert ist, verringern sich objektiv die Schulden. Europa steuert möglicherweise darauf hin.
- Investmentfonds (-zertifikate) sind Sondervermögen, das rein oder gemischt aus Aktien, Renten, Haus- und Grundstücksanteilen besteht.
- Investmentgesellschaft(en) (Investment Trust): Kapitalanlage- und -beteiligungsgesellschaften, die Geschäfte durch Auflage von Investmentfonds, z. T. spezialisiert auf Immobilien- oder Länder- oder Waren etc., betreiben.Die Anteile sollen dabei zum Schutz der Anleger gestreut sein und nicht mehr als 5 % Anteilspapiere eines Ausstellers haben.
- Investmentzertifikate sind die Anteilsscheine am Vermögen eines Investmentfonds.
- Insolvenz: Siehe Zahlungsunfähigkeit.
- Interbankenhandel bezeichnet den internationalen Bankenhandel mit Aktien, Geld oder festverzinslichen Wertpapieren.
- Italien musste zum Jahresende 2011 6,98 % Zinsen für seine 10-jährige Anleihe bezahlen. Es hatte zu jener Zeit die höchste Schuldenquote nach Griechenland. 100 Mrd. € schulden das Land, Banken und Unternehmen deutschen Kreditinstituten.
- IWF - Der Internationale Währungsfonds sollte früher insbesondere notleidenden Ländern der Dritten Welt mit Rat und evtl. auch Geld helfen die Haushalte überleben zu lassen. Im Jahr 2007, vor Beginn der Weltwirtschaftskrise verteilte der IWF nur 200 Mrd. $ weltweit.Ende 2011 waren es schon 700 Mrd., denn heute verteilt der IWF auch an die notleidenden EU-Staaten Geld.
- Japan ist das nächste Schuldenland, nach den Griechen, mit höchster Schuldenlast.
- Kernkapital ist der Risikopuffer für die Banken zur Beurteilung deren Bonität. Dazu gehören das dauerhaft zur Verfügung stehende Eigenkapital, das immer zuerst haftet und die Gewinnrücklage.
- Kernkapitalquote: Sie gibt den Anteil der durch Eigenmittel gedeckten risikobehafteten Aktiva, wie Kredie, Aktien oder Wertpapiere, in % an (siehe Finanzkrisendaten (Juli 10).
- Kreditausfallversicherung. Dies ist ein Kredit-Derivat (siehe Derivate) engl. CDS. Damit können auch Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen und sogar Hedgefonds gehandelt werden. Beispielsweise schließt ein Investor mit einer Bank einen Vertrag ab, der die Bank verpflichtet, einen Verlustausfall beim Investor zu begleichen. Dies gilt auch für Ratings oder Markteinschätzungen: In DER SPIEGEL 2/2012 schrieben dazu die Autoren: "Hat etwa ein Hedgefonds Ausfallversicherungen für griechische Staatsanleihen bei einer Bank abgeschlossen und das Rating Griechenlands oder andere Indikatoren der Kreditwürdigkeit verschlechtern sich,, verlangt und bekommt der Hedgefonds von der Bank Sicherheiten in Cash." - Wenn sie denn solche dumme Versichung eingegangen ist.
- Kreditereignis ist der Verlustfall des Schuldners. Er kann den Kredit nicht zurückzahlen. Dagegen hilft die >Kreditausfallversicherung.
- Kredithebel: Die >EFSF bemüht sich andere Staaten, wie z. B. China, zu finden, die den Rettungsschirm von Milliarden auf eine Billion hebeln, indem diese anderen Staaten die Differenz gegen eine Bürgschaft der EURO-Zone und Zinsen ausleihen. Mit wenig Kraft durch den langen Hebel viel bewegen: Der Kredithebel.
- Kreditklemme (siehe auch Credit-Squeeze). Sie entsteht, wenn sich die Banken untereinander oder den Kunden kaum noch Geld leihen. (Die IHK weiß vielleicht Rat). Zwecks Verhinderung leihen Staaten oder Notenbanken den Kreditinstituten Milliarden oder beteiligen sich an den Banken.
- Leasing: Der Leasingnehmer bnekommt das Leasinggut vom Leasinggeber für eine bestimmte Zeit gegen Leasinggebühr überlassen. Er kann das Leasinggut meistens später für einen Restwert übernehmen. Vorher sollte dies verhandelt werden (Anm.: Vorsicht Steuern).
- Leerverkauf: Mr. Miller vermutet, dass eine Aktie in 7 Tagen um 15 % gefallen ist. Er leiht sich für 1 Mio. Aktien für eine Woche das Geld bei der Bank und verkauft sie sofort wieder. Nach 7 Tagen ist der Kurs tatsächlich um 15 % geringer. Er gibt jetzt 15 % weniger Geld zurück, das er damit verdient hat.
- Liquiditätsengpass: Die Wirtschaftskrise brachte zunächst Abschreibungen, Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen konnten nicht bedient werden. Der Staat übernahm (z. B. bei HRE) oder beteiligte sich (z. B. bei Commerzbank), um einen Zusammenbruch abzuwenden.
- Märkte: Im Normalfall dar Handel nach Angebot und Nachfrage, der über die dadurch resultierende Preishöhe auch oft Grundlage neuer Erfindungen und Innovationen ist. Eine Ausschaltung, wie z. B. im Kommunismus, verhindert das benötigte Angebot, auch bei der Erährung oder Energielieferung z. B. , und führt dadurch oft zu Hunger und auch zum verhungern. Heute sind meistens die Börsenmärkte im Gespräch: z. B. der Aktienmarkt mit 63 Billionen $ Umsatz (siehe Billion), der Derivatemarkt mit 708 Billionen $, der Anleihenmarkt mit 24 Billionen $, der Devisenmarkt mit 1007 Billionen $. Dies bei 70 Billionen $ jährlich geschaffenen Gütern und Dienstleistungen (DER SPIEGEL 2/2012). Dabei sollte bedacht werden, dass bei florierenden Märkten alles sehr häufig im Jahr umgesetzt wird, die Märkte also durchaus positiv sein können - abgesehen vielleicht von den nicht rückzahlbaren Staatsanleihen.Milliarde: 1 Mrd. = 1.000 Millionen, engl. amerikanisch >billion siehe >Billion und Devisen und Schulden.
- Mezzanine-Kapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Das Eigenkapital wird dabei in Form z. B. von stillen Beteiligungen, Anleihen, Genussrechten ohne Mitbestimmungsrechte des Eigenkapitalgebers gegeben.
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- Moratorium. Damit kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Geschäfte einer maroden Bank (wie bei der deutschen Tochter der isländischen Kaupthing Bank) einfrieren, um weiteren Schaden zu verhindern.
- Nachhaltige Ökonomie (oder - Volkswirtschaft). Sie hat ökologisches Handeln und das Soziale als Grundlage. Beispielsweise verlangte ökologisches Handeln den Schutz der Umwelt. Die Insolvenz von z. B. Chrysler oder die Erhöhung der Arbeitslosenzahlen, z. B. in Deutschland von 3 auf 5 Millionen, zeigen nur die dringende Notwendigkeit einer Umstellung auf eine nachhaltige Ökonomie (siehe www.nachhaltige-Ökonomie.de ).
- Neuverschuldung: Siehe S>chulden.
- Nuklearoption: Bei unbegrenztem Aufkauf aller Staatsanleihen kriselnder €-Staaten durch die EZB würde bereits die Ankündigung auf Spekulanten ähnlich abschreckend wirken, wie die Drohung mit Atomwaffeneinsatz.
- Ökologiekrise: Sie ist z. T. an der Finanzkrise schuld. Siehe www.ökologisch-handeln.de.
- Overnight-Geld können die Notenbanken den Geschäftsbanken als Kredit von einem Tag zwecks Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe zur Verfügung. Gleiches kann auch zwischen Banken und Firmen bei Lohnzahlungsterminen vereinbart werden.
- Portfolio(investition) ist eine Kapitalanlage in langfristigen Wertpapieren, wie Aktien, Investments, Renten, die von der erwarteten Rendite oder der Aussicht auf Kursgewinne bestimmt wird. Die Bezeichnung stammt aus der Zahlungsbilanzstatistik des IWF und wird vor allem auf internationale Kapitalbewegungen angewandt. Im Gegensatz dazu steht bei der Direktinvestition der direkte Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens im Vordergrund.
- Private Equity Beteiligungskapital führt u. U. Eigenkaptal zu. Dazu wurde in der Regel Unternehmen mit Wachstumschancen zunächst Kapital aus Investments zugeführt. Die Bonität des Unternehmens wuchs dadurch. Später wurde das Kapital oft wieder herausgezogen und durch Schulden ersetzt. Die Unternehmen kamen dann u. U. in finanzielle Bedrängnis. Die Banken vergeben deshalb heute keine Kredite mehr an Private Equity Unternehmen, die wegen der Geschäftsabwicklung durch die Investmentfirmen auch z. T. "Heuschrecken" genannt wurden.
- Quick Tender oder Schnelltender sind, neben evtl. regelmäßig stattfindenden Tendergeschäften, die innerhalb 90 Minuten von den Notenbanken den Geschäftsbanken zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen zur Verfügung gestellten Gelder. Die Rückzahlung muss in der Regel sehr schnell bis zum nächsten Tag erfolgen.
- Rating-Agenturen. Hierzu DER SPIEGEL 19/09: "Die Macht der drei großen US-Rating Agenturen Moody's, Fitch und Standart & Poor's ist ungebrochen. Mit Bestnoten für Ramschpapiere befeuerten sie die Exzesse auf den Finanzmärkten. Jetzt steuern sie mit brutalen Herabstufungen dagegenm - und machen alles noch schlimmer." Als Beispiel wird Lehman Brothers genannt. "Noch einen Tag vor dem Konkurs war ihnen die Bank Top-Noten wert, genauer gesagt A, A2 und A+." Zum Vergleich wird die kleine Rating-Agentur Egan-Jones bei Philadelphia genannt: "Schon ein halbes Jahr vorher stufte er Lehman auf BBB+ ab, dann nahm er das + weg, dann hängte er ein Minus dran, und schließlich, einen tag vor der Pleite, folgte sein Todesurteil: CCC." Dabei bedeuten: AAA=maximale Sicherheit, AA+/AA/AA-=hoch qualitativ, A+/A/A-=hochwerti, BBB+/BBB/BBB-=weniger hochwertig, BB+/BB/BB-=unsicheres Investment, B+/B/B-=hoch spekulativ, CCC+CCC/CCC-=riskant, Ausfälle möglich, D=in Zahlungsverzug. Anfang Mai 09 stufte die Rating-Agentur Standard & Poor's (lt. HA 7. 5. 09) die deutschen Landesbanken z. T. herab, die HSH Nordbank von früher A auf BBB+ , auch die LBBW, BayernLB, WestLB wurden herabgesetzt, die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) behält A, die Deutsche Bank A+.
- Refinanzierung erfolgt bei den Banken zur Auszahlung von Geldern, neuen Krediten oder Sparguthaben durch andere Kundengeldanlagen oder die staatlichen Notenbanken.
- Realwirtschaft sind die das nichtstaatliche Bruttoinlandsprodukt (BIP)erwirtschaftenden Bevölkerungskreise. Wenn das BIP sinkt, sinken auch die Steuereinnahmen und erhöhen, zusammen mit evtl. Konjunkturprogrammen und erhöhten Sozialausgaben, die Staatsverschuldung. Eine Steuererhöhung bei den „Reichen“ bringt hier wenig und treibt diese u. U., oft einschl. der Arbeitsplätze, ins Ausland (siehe auch www.soziales-deutschland.eu ).
- Regulierung: Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 versuchen die G20-Staaten die Finanzmärkte durch Regeln wieder in den Griff zu bekommen, was allerdings - wegen unterschiedlicher Interessen und Ansichten - nicht gelingt. > auch Deregulierung als Gegenteil.
- Reichensteuer (auch Vermögenssteuer genannt): Bei beispielsweise einer Steuer von 5 % auf Vermögen aller Art ab z. B. 500.000 € (wie es z. B. eine Initiative von z. T. Ärzten und Lehrern oder dasDIW fordern) wären dies 25.000 € oder 2.083 € im Monat. Die 500.000 € brächten als Altersversorgung bei heute 2 % für Festgeld eine Monatsrente von 1.000,- €, also weniger als die Hälfte einer Lehrerpension oder, wegen der dort zusätzlich bezahlten Miet- und Heizungskosten, weniger als Hartz IV für 1 Ehepaar, bei 1 Mio. wären es dann allerdings 2000 €. Dabei wäre das Vermögen verfassungswidrig in absehbarer Zeit fast weggesteuert und wurde auch nach Urteil des BVG 1994 abgeschafft. Dies nützt also auch zur Abtragung der bald 2 Billionen Schulden von Bund und Ländern nichts. Der Vorteil: Die Armen würden gemäß Armutsdefinition reicher werden. (Siehe hierzu auch www.soziales-deutschland.eu : Sozial + gerecht?). Trotzdem wurde die Reichensteuer am 15. 11. 09 wieder in das Forderungsprogramm der SPD aufgenommen, obwohl die Einnahmen unter 5 Mrd. € liegen - und, obwohl der Verlus durch Arbeitsplatzabbau erheblich höher sein kann, den Vermögen sind auch Arbeitsplätze.
- Risikoabschirmung ist das Eingreifen des Staates, um Banken, und damit auch Wirtschaft und Bevölkerung, vor der Insolvenz zu bewahren. Dies ist auch einige Male passiert.
- Rating-Agenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen (gegen Bezahlung). Riskante Papiere wurden auch deshalb erworben, weil Agenturen, wie z. B. Moody’s oder Standard & Poor’s, die Bonität und Produkte oft zu gut und die Ausfallrisiken zu gering bewerteten. Die Rating-Agenturen waren oft Berater und Bewerter. Dies führte wohl auch zu Interessenkonflikten.
- Schattenbanken: (lt. DER SPIEGEL 2/2012): "Hedgefonds, Zweckgesellschaften und andere Firmen, die wie Banken agieren, aber keine Banklizenz haben und deshalb von Eigenkapitalvorschriften und Auskunftspflichten befreit sind.....weltweit ist das geldvolumen dieserSchattenbanken auf 60 Billionen $ angewachsen - reguläre Banken verfügen über 95 Billionen $. Diese lagern riskante Geschäfte zunehmend in die Schattenbanken aus...."
- Schulden: Am 14. 5. 09 wird das bisllang größte Finanzierungsloch in Deutschlands Staatskassen sichtbar: Bund, Länder und Gemeinden müssen sich bis 2013 auf Steuerausfälle von insgesamt 316 Mrd. € einstellen, wie der Arbeitskreis Steuerschätzung ermittelte. In diesem Jahr soll die Neuverschuldung allein des Bundes auf 50 Mrd. € steigen, ursprünglich war sogar von 80 Mrd. die Rede. Für 1910 sei, nach Finanzminister Steinbrück, eine Neuverschuldung des Bundes von 90 Mrd. möglich, bei 84,7 Mrd. verringerten Steuereinnahmen. Fast die Hälfte der möglichen Steuerausfälle betriftt den Bund. Zum Vergleich: Die Gesamtschulden des Bundes betrugen 2008 noch 985,7 Mrd. € bei einer Neuverschuldung von 11,5 Mrd. Bei nur 50 Mrd. mehr kommen 1.035,7 Mrd. € heraus. Hinzu kommen die Schulden aus dem Investitions- und Tilgungsfonds.Siehe hierzu auch unter Zahlen. Zum Vergleich betrug der Schuldenstand des Bundes in den Jahren (in Mrd.): 2000 (715,6), 2001 (697,3), 2002 (784,6), 2003 (826,5), 2004, (869,3), 2005 (903,3), 2006 (950,3), 2007 (957,3), 2008 (985,7). 2009 über (1.035) Quelle: BMF Monatsbericht April 2009. Die Gesamtschulden von Bund und Ländern betragen 2009 rund 1,6 Mrd. € (siehe auch Zahlen). Die Länderschulden betragen Ende März je Einwohner 2009 in €: Bremen 22.047, Berlin 16.321, Hamburg 11.808, Saarland 9.554, Sachsen-Anhalt 8.611, Schleswig-Holstein 8.426, Brandenburg 6.984, Thüringen 6.805, Nordrhein-Westfalen 6.396, Niedersachsen 6.376, Rheinland-Pfalz 6.299, Mecklenburg-Vorpommern 5.826, Hessen 4.922, Baden-Württ. 3.991, Sachsen 2.192, Bayern 1.972, alle Länder/16 5.925. Zum Vergleich: Die USA haben mit 11.5 Mrd. $ die höchste Verschuldung ihrer Geschichte. Anlieger ziehen ihre Gelder aus US-Staatsanleihen ab. Der bekannte Börsianer Dirk Müller fürchtet, "die nächste Billionenblase droht zu platzen" (21. 7. 09 Spiegel Online). Siehe auch die Tabellen EU-+€-Schuldenkrise.
- SIV (Strukturierte Investmentvehikel oder Conduits) werden als Zweckgesellschaften gegründet und nach Zweckerfüllung wieder aufgelöst. Z. B. gründeten dies Banken, um unsichere Kreditgeschäfte außerhalb ihrer Bilanz abzuwickeln, sie wurden damit nach außen nicht sichtbar.
- SIVIS (lt. DER SPIEGEL 2/2012): " 'Systemically Important Finacial Institutions' , das sind 29 Großbanken, die im Krisenfall als bedrohlich für das Weltfinanzsystem gelten, unter ihnen die Deutsche Bank, JP Morgan Chase, die französische BNP Paribas, die britische HSBC, die niederländische ING."
- SPV (Spezial Purpose Vehicle -) Damit kann eine Bank Forderungen aller Art, wie aus Hypotheken-, Kfz-, Kreditkarten- oder Leasingverträgen, in Wertpapiere umwandeln und diese wieder verkaufen, um Geld für neue Geschäfte zu erhalten und die eigene Bilanz zu entlasten. Dies erfolgt mit einer Verbriefung durch Übertragung der Forderungen an eine dafür (oft in einer Steueroase) gegründete Zweckgesellschaft.
- Staatsschulden -anleihen: Für Griechenland wurde mit den Kreditgebern eine Aneihen-Wertreduzierung um 70 % vereinbart. Staatsschuldtitel bieten also keine Rechtssicherheitmehr. Schon immer nahmen Staaten Schulden auf. Nur nie jemand so viel wie Griechenland. Bundesschatzbriefe gelten allerdings noch als sicher
- Subprime-Kredite sind Hypothekendarlehn, die Kreditnehmern mit geringer Bonität verkauft wurden. Sie wurden zunächst zu einem Milliardengeschäft. in den USA. Plötzlich wurden die Aufträge (wie im Automobil- und Schiffbau) rapide weniger. Die Arbeitslosigkeit stieg, die Kreditraten konnten nicht mehr bezahlt werden und für die Häuser waren auch keine Käufer vorhanden. Die Banker machten zuvor hohe Gewinne und bezahlten sich hohe Boni. Die Verluste mussten dann vom Staat aufgefangen werden. Ähnliches geschah in Deutschland um 2000 als die mit Steuerabschreibungen und –boni geförderten Ostneubauten nicht absetzbar wurden oder Alt-Ost-Immobilien an Wert verloren. Viele Anleger verloren bei uns einschließlich von Landesbanken große vermögen. Die Berliner Landesbank gehörte dazu und löste damit einen Regierungswechsel in Berlin aus.
- SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung): Siehe Finanzmarktstabilisierungsanstalt.
- SolvV (Solvabilitätsverordnung) vom 1. 1. 2007 regelt, in welcher Höhe Eigenmittel mindestens bei Kreditinstituten, Institutsgruppen und Finanzholdinggruppen vorhanden sein müssen - und zwar für Adressrisiken, Marktrisiken und das operationelle Risiko. Sodann enthält SolvV Offenlegungsanforderungen, die von Instituten nach der 3. Säule von Basel II zu erfüllen sind. Auskunft, Anfragen, Anzeigen bei BaFin.
- Target-Schulden: Die Banken der €-Krisenländer Griechenland, Portugal, Italien, Irland und Spanien leihen sich bei ihren Notenbanken Geld. Diese leihen sich das Geld wiederum bei der EZB, genannt Target-Schulden, hier Target 2. Diese Target-Schulden sind bis März 2012 auf 630 Mrd. € angewachsen - die Gegenforderungen der Bundesbank als Mit-Geldgeber - gegenüber diesem System der EZB auf rund 500 Mrd. €
- Tender sind ein geldmarktpolitisches Instrument der Geldmarktsteuerung, mit dem die Notenbanken die Geschäftsbanken regelmäßig mit Liquidität versorgen. Die Tender werden von den Notenbanken wöchentlich und monatlich mit Laufzeiten von einer Woche bzw. 3 Monaten angeboten. Siehe auch Quick Tender.
- Troika: Ursprünglich dreispänniges Gefährt. Jetzt auch die Vertreter der 3 Kommissionen von EZB, IWF und EU, die in Athen immer wieder überprüfen, ob die Umsetzung der Finanzkonsolidierung auch erfolgt. Auch davon werden weitere Zahlungen abhängig gemacht.
- Verbriefung. Damit kann eine Bank Forderungen aller Art, wie aus Hypotheken-, Kfz-, Kreditkarten- oder Leasingverträgen, in Wertpapiere umwandeln und diese verkaufen, um Geld für neue Geschäfte zu erhalten und die eigene Bilanz zu entlasten. Die Verbriefung erfolgt durch Übertragung der Forderungen an eine dafür (oft in einer Steueroase) gegründeten Zweckgesellschaft (Spezial Purpose Vehicle - SPV). Die Zweckgesellschaft finanziert diese Forderungen durch Ausgabe neuer verzinslicher Wertpapiere, die dann durch die Forderungen aus den zuerst genannten Verträgen gedeckt sein sollen. Die Zinsen für die neuen Wertpapiere werden aus den evtl. einlaufenden Tilgungen der zuerst genannten Forderungen bezahlt. Um die neuen Wertpapiere leichter verkaufen zu können, übernehmen die ausgebenden Banken oft Garantien.
- Vermögenssteuer (siehe Reichensteuer).
- Verstaatlichung: Übernahme von Betrieben durch den Staat zwecks Insolvenzabwendung (z. B. HRE oder 2 Banken durch Island).Wertpapiere sind Urkunden über Vermögensrechte, die ohne die Urkunde weder gelten noch auf andere übertragen werden können. Zu Wertpapieren zählen z. B. Aktien, Schecks, Schuld- und Teilschuldverschreibungen, Wechsel. Keine Wertpapiere sind z. B. Schuldscheine, Quittungen. Beim Inhaberpapier ist nur der Schuldner (z. B. die Firma) namentlich genannt. Dies überwiegt im Wertpapierhandel (z. B. Inhaberaktien, -schuldverschreibungen, -schecks. Es gibt dann auch noch Namens-, Order-, Gläubiger-, Teilhaber-, Geld- und Warenpapiere.
- Volatilität, abgekürzt Vola = Schwankungsanfälligkeit von Indizes, Aktien, Zinsen, Kursen allgemein durch die Angst der Anleger. Der Volatilitätätsindex liegt für den Dax normal bei 20, zum Jahreswechsel 2011/2012 bei rund 30, also schlechter.
- Wechselkurse: Beim Umtauch von € in Fremdwährungen (Devisen) gelten allgemein (nicht für Reisen) die Angaben der EZB engl. der EUROPEAN CENTRAL BANK (ECB) in Frankfurt am Main. Siehe auch >Devisen: Euro foreign exchange reference rates. http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/index.en.html
- Weltwirtschaftskrise: 1929 - 32 kam aus den USA die erste große Weltwirtschaftskrise auch nach Europa. Unter www.soziales-deutschland.de ist im Abschnitt "Deutsche Zukunft" unter "Keynes sah die zu lösenden Probleme kommen", dass schon Keynes nach dem 1. Weltkrieg erkannte: Der Geldfluss in nur einer Richtung führt in die Finanzkrise. Dieser Geldfluss ging damals als Reparation in die USA und kam dann als Finanzkrise mit großer Arbeitslosigkeit zurück. Wegen fehlender Sozialsysteme war die große Arbeitslosigkeit in Deutschland ein Hauptgrund zur Wahl der NSDAP. Die "Reichen" und die "Oberen" wurden als Hauptursache entdeckt. Da dies oft Juden waren und Wissenschaftler gerade zu dieser Zeit glaubten, eine wichtige Rassenlehre entdeckt zu haben, führte dies zu deren Verfolgung mit dem Ergebnis Holocaust. Als weitere Ursache wurde das "Volk ohne Raum" entdeckt. Ein Vorwand für den 2. Weltkrieg.
- Wirtschaftskrisen: 1857 Der Bankangestellte Edward Ludlow hatte heimlich mit Anlegergeldern in Eisenbahnaktien spekuliert, die plötzlich Kursverluste hatten (wie immer bei neuen Märkten nach einer Begeisterungszeit). Die Großbank Ohio Life Insurance musste am 24. 8. 1857 Insolvenz anmelden. Die Krise breitete sich, ähnlichn Lehman Brothers jetzt, sehr schnell über die damalige Welt aus. Es war auch die Zeit, in der Karl Marx den Sozialismus, genau wie viele heute, als Krisenausweg anzudenken begann. Weltwirtschaftskrise: 1929 - 1932 kam aus den USA die große Weltwirtschaftkrise. Bei www.ethische-ökonomie.de ist im Abschnitt "Ethik oder Gier" zu lesen, dass schon Keynes nach dem 1. Weltkrieg erkannte: Der Geldfluss in nur einer Richtung führt in die Finanzkrise. Dieser Geldfluss ging damals als Reparation in die USA und kam dann als Finanzkrise mit großer Arbeitslosigkeit zurück. Wegen fehlender Sozialsysteme war die große Arbeitslosigkeit in Deutschland ein Hauptgrund zur Wahl der NSDAP. 1973 kam die 1. Ölkrise. Es gab weniger Öl, der Preis stieg und dazu stiegen die Firmenpleiten und Arbeitslosenzahlen. 1997/98 kam es vom Niedergang der Asienstaaten mit deren Überschuldung zur Nachfrageminderung beim Öl. Dies löste im ölreichen Russland 1998 eine Wirtschaftskrise aus. 2000 glaubten alle, man könne mit "Neuer-Markt" (New Economy) Aktien des Internets reich werden. "New Economy" war angesagt. Rund 2 Jahre später normalisierte sich alles. Die Blase platzte. Als Gegenmaßnahme gegen eine richtige Wirtschaftskrise senkte die US-Notenbank die Zinsen so weit, dass sich viele völlig überschuldeten. Alle liehen sich Geld, brauchten Geld und viele legten ihr Geld in den USA an, weil Investments hohe Rendite verprachen. Eine neue Blase entstand, nur größer und weltweit (siehe dazu auch "Die Krisenursachen" in www.nachhaltige-volkswirtschaft.de).
- Zahlen: (Siehe auch Schulden) Fast unglaubliche Summen wurden zur Finanzmarktstabilisierung eingesetzt, die später möglicherweise als Steuern oder Konsumverzicht zurück geholt werden müssen. Beispielsweise beschloss die Regierung (siehe SoFFin) 500 Milliarden € einzusetzen. Das ist eine halbe Billion € (1 Billion = 1 Million Millionen), 1.000.000 € = 1 Million, aber 1.000 Millionen = 1 Milliarde (Mrd.) €. Davon wurden nun 500 bewilligt. Das sind dann: 500.000.000.000 €. Und diese Summe teilen Sie einmal durch rund 30 Millionen beschäftigte Bürger. Da kommen dann 16.666 € für jeden Beschäftigten (oder Haushalt) heraus. Da lohnt es sich schon, eine nachhaltige und ethische Ökonomie anzustreben. Gefängnisse und Hungersnöte des Sozialismus scheiden, wie bewiesen wurde, als Möglichkeit dabei offensichtlich aus. Daniela Stürmlinger berichtet (12. 5. 09 in HA) von den Aussagen eines Volkswirts der Bundesbank u. a.: "Im Schnitt hat im vergangenen Jahr jeder Privathaushalt 4000 € seines Finanzvetrmögens verloren. Im 4. Quartal zogen die Haushalte lt. Bundesbank 32,2 Mrd. € aus ihrem Aktienvermögen, 23 Mrd. aus Geldmarkt- und Rentenpapieren sowie 17 Mrd. aus Investmentsfonds und Zertifikaten ab und schichteten gleichzeitig 70,4 Mrd € in Bankeinlagen wie Sparkonten und Festgeld um. Das Immobilienvermögen stieg durch Preisanstieg dagegen an. Addiert verblieb dann ein Verlust von 2000 €. - Siehe sodann www.nachhaltige-ökonomie.de - Dort Finanzkrisendaten: Wenn bei Gesamtschulden von Bund, Ländern und Gemeinden zuzüglich der Konjunkturpakete rd. 1,6 Billionen Schulden herauskommen, wären dies bei 30 Millionen Haushalten 53.000 € ca. pro Haushalt oder rund 19.500 € pro Einwohner, die so vor allem zuvor durch Wahlgeschenke und nicht rechnen wollen ausgegeben wurde. Siehe auch unter Billion: Oft erfolgt die Umrechnung oder Zahlangabe zum US-$ wegen des engl. billion= nicht deutsche Billion falsch.
- Zahlungsunfähigkeit ist fast sofort (in AktG, GmbHG etc) anzuzeigen, außerdem ist sofort zu handeln. Darum müssen Buchhaltungen und Bilanzen auch in Ordnung sein. So heißt es z. B. im AktG § 401: Pflichtverletzung bei Verlust, Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer es 1. als Mitglied des Vorstands entgegen § 92 Abs. 1 unterlässt, bei einem Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals die Hauptversammlung einzuberufen und ihr dies anzuzeigen, oder 2. als Mitglied des Vorstandes entgegen § 92 Abs. 2 oder als abwickler entgegen § 268 Abs. 2 Satz 1 unterlässt, bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung die Eröffnung des Konkursverfahrens oder des gerichtlichen vergleichsverfahrens zu beantragen. - (2) Bei Fahrlässigkeit vermindert sich die Freiheitsstrafe auf 1 Jahr-. Der § 92 geht noch detaillierter und ähnlich auf die Pflichten jedes Vorstandsmitgliedes ein. Die vorläufig größte Insovenz seit vielen Jahren erfolgte am 9. 5. 09 um 12.04 Uhr durch Arcandor (bis 2007 noch Karstadt/Quelle). Siehe hierzu auch Finanzkrisendaten bei www.nachhaltige-ökonomie.de .
- Zertifikate: Siehe Derivate.
- ZERTIFIKATE AWARDS: Jährlich einmal vergebene Ehrung für die besten Anbieter (1-10) von strukturierten Werpapieren. 2002 von der Zeitung WELT und dem ZertifikateJournal gegründet. In geheimer Wahl werden durch eine über 30-köpfige Fachjury die Preisträger ausgewählt.
- Zwangsverwaltung: Um die größten US-Baufinanzierer, Fannie Mae und Freddie Mac vor dem Bankrott zu retten, wurden sie unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. Dafür wurde extra die neue Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) gegründet, die, von einem Konservator geleitet, mindestens 1 Jahr staatlich geführt werden soll.
- Zweckgesellschaft: Siehe SPV (Special Purpose Vehicle).
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